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Was ist eine Hundeamme?

Um den Begriff genau zu erläutern, muss dieser Begriff erst einmal getrennt werden. In früheren Jahren war es bei der gehobenen Gesellschaft ganz natürlich, dass eine Amme die Erziehung der Kinder übernahm. Eine Amme ist also eine Art Ersatzmutter. Bei den Tieren ist es eher selten, dass nicht das Muttertier die Aufzucht der Welpen übernimmt. Dennoch stoßen manche Tiere ihre eigenen Jungen ab und überlassen diese ihrem Schicksal.

Hier kommt die Hundeamme ins Spiel. Hundeamme deshalb, weil es sich sowohl in der Natur als auch in Tierparks des Öfteren erfolgreich abgespielt hat, wenn eine Hundedame, welche bereits einmal Junge bekommen hat, als Ersatzmutter für das betreffende Tier einspringt. So war es in den Tierparks schön öfter passiert, dass eine Hundeamme, das Säugen von Wildtierbabys wie beispielsweise Löwe, Tiger oder auch Hyänen zu übernehmen. Nach einer gewissen Zeit wurde dann die Hundeamme abgezogen und die Tiere waren dann in einem Alter, dass sie sich selbst ernähren konnten.

Was ist eine Ammenzucht?

Hier werden Hunde aufgezogen mit dem Zweck, diese später als Ammenhunde einzusetzen. Daher müssen die Tiere zunächst einmal schwanger werden und werfen, damit man diese Tiere dann als Hundeammen einsetzen kann. Allerdings kann man keinen kleinen Hund für die Aufzucht von Dobermannwelpen oder Berner Sennen Hunden einsetzen. Die Proportionen müssen schon in etwa stimmen. Der Züchter solcher Hundeammen muss schon mehrere unterschiedliche Hunde besitzen, um dann in einem speziellen Fall mit seiner Hundedame als Amme einspringen kann.

Wie oft ist es schon passiert, dass man beim Tierarzt zwar die Welpen holen konnte, die Hundemama aber auf dem Operationstisch verstarb. Hier war guter Rat teuer. Schließlich kann man nicht irgendeine Hundeamme besorgen, welche dann die Aufzucht der Hundewaisen übernehmen kann. Speziell die Hunde, die bereits einmal einen Hundewurf aufziehen konnten, waren geeignet als Hundeammen. Man ließ die Ersatzmutter der Hundewelpen ganz vorsichtig zu den Welpen hingehen. Die Hundeamme legt sich in der Regel ganz spontan zu den Welpen und lässt die Welpen an ihren Zitzen säugen.

Allein in Amerika gibt es in den einzelnen Bundesstaaten viele Gehege mit Hunden, welche speziell für den Einsatz als Hundeammen gezüchtet werden. Diese Hundeammen können unter Umständen recht alt werden, doch mit dem Alter von 10 Jahren lohnt sich ein Einsatz als Hundeamme nicht mehr, da die Tiere dann einfach zu alt dafür sind. Dann werden diese Tiere in liebevolle Hände abgegeben, damit diese Hunde einen ruhigen Lebensabend verbringen können.

Woher kommt der Begriff Hundeamme?

Bereits im 3. Jahrtausend vor Christus gab es Trinkflaschen aus Terrakotta, wodurch bewiesen wurde, dass es bereits in vorchristlicher Zeit Aufzuchten durch Tiere gab. Es gab sogar auch schon die Bezeichnung Mensch-Tier-Amme. Im alten Katalonien wurden Zeichnungen gefunden, welche menschliche Kinder bei der Aufzucht durch Hunde und Wölfe gab. Selbst Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in Frankreich Bilder gefunden, welche Esel zeigen, die Kleinkinder säugen. Auch ist erwiesen, dass direkte Muttermilch weitaus gesünder ist als die Milch erst in Gefäße zu füllen und diese dann den Säuglingen zu geben, da bereits in dem kurzen Zeitraum Bakterien in die Milch gelangen konnten. Mütter, die ihren Kindern nicht genügend Milch geben konnten, wurden dann direkt zu den Tieren geführt, um dort die direkte Milch zu säugen.

Es wurde schon in vielen Sagen verbreitet, dass die Menschen, welche durch Milch von Tieren gesäugt wurden, auch die Eigenart dieser Tiere annehmen konnten. So soll es auch schon Menschen gegeben haben, welche speziell durch die Milch von Löwen Mut und Stärke erlangen konnten. Ziegenmilch soll auch die libidinösen Züge bei den weiblichen Menschen übertragen. Die Wissenschaft lässt aber zu diesem Thema immer noch Fragen offen, sodass ein 100%iger Nachweis leider nicht gegeben war. Allerdings wurden bereits Versuche unternommen, nachzuweisen, dass kleine Kinder sehr gut von Hundeammen aufgezogen wurden. Leider gibt es von offizieller Seite kein Statement und auch noch keinen Bericht dazu.

Nachgewiesen werden konnte durch Bücher und Zeichnungen, dass es aber bereits einen Begriff Menschen säugen durch Hundeammen. Dies geschah kurz vor dem Beginn des 19. Jahrhunderts im Bereich des Saarland, welches zu dieser Zeit wieder einmal den Franzosen gehörten. Daher beanspruchen die Franzosen auch diese Ergebnisse für sich, was im Endeffekt aber der Geschichtsträchtigkeit keine negativen Einflüsse beschert. Es gibt auch in der heutigen Zeit noch Hundeammen, welche Säuglingen in Sibirien dazu helfen, in der Abgeschiedenheit gut überleben zu können.

Was muss bei Hundeammen beachtet werden?

Es muss bei den Hundeammen vor Allem beachtet werden, dass die Proportionen stimmen. Dies bedeutet, dass keine kleinen Hunde die Aufzucht von Menschen oder großen Hunden übernehmen können. Dafür ausgerichtet sind in erster Linie Schäferhunde, welche von der Grundart einen ruhigen Charakter aufweisen. Obwohl die Bernhardiner oder Berner Sennen Hunde ebenfalls einen ruhigen Charakter aufweisen, werden diese Tiere nicht so gerne genommen. Warum dies nicht der Fall ist, vermag leider niemand zu sagen. Die Tiere, welche als Hundeammen herangezogen werden sollen, müssen schon genügend Auslauf und Freiraum in ihrem Gehege haben. Am Tag X, wenn die Hunde eingesetzt werden sollen, haben sie für mindestens sechs Wochen keinen großartigen Auslauf, Dann ruft täglich die Pflicht. Wie schnell es einmal zum Einsatz kommen kann, kann vorher zwar nicht bestimmt werden, doch sehr schnell kann ein solcher Einsatz beispielsweise durch einen Verkehrsunfall mit einem trächtigen Tier erfolgen. Dann ist höchste Eile geboten, damit die Hundeamme ihre Arbeit aufnehmen kann.

Wie teuer wird eine solche Hundeamme?

Wie teuer eine solche Hundeammenschaft den Suchenden kostet, ist trotzt intensiver Recherche nicht zu ermitteln. Die Grundkosten liegen im Futter, welches die Hundeamme regelmäßig bekommen muss. Dies muss schon abwechslungsreich und proteinhaltig sein, um die Hundeamme immer bei Kräften zu halten. Der endgültige Preis wird zwischen dem Hundebesitzer und dem Suchenden ausgehandelt und die Hälfte wird im Voraus bezahlt.

Mittlerweile ist es schon vermehrt aufgekommen, dass Besitzer von Dobermännern für die Aufzucht ihres Wurfs fremde Hundeammen suchen, nur damit sie nicht mindestens 18 Monate auf den nächsten Wurf warten müssen. Dies ist nicht nur kontra produktiv, sondern für die Dobermänner auch eine besondere Belastung. Doch leider kann nichts dagegen gemacht werden, da der Tierschutz nicht verletzt wird. Es ist leider nur moralisch nicht richtig, und darauf legen die Besitzer von Dobermännern keinen Wert.

Dennoch wird bei einem mittelgroßen Hund als Hundeamme schon mit einem dreistelligen Bereich zu rechnen sein. Schließlich weiß der Besitzer der Hundeamme auch schon ungefähr, was man für sechs Wochen nehmen kann, wenn die Tiere anschließend verkauft werden sollen. Schließlich will der Ammenbesitzer auch seinen Verdienst haben.

Es ist manchmal erforderlich, eine Hundeamme zu haben.

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